Lange ist es her. Wirklich viel zu lange, dass sich auf dieser Seite etwas geändert hat. Woran es liegt kann ich nicht wirklich definieren. Es gab viel zu tun, das Wetter ist besser geworden und durch ein ständiges Auf und Ab fiel es mir meist schwer mich auzuraffen um etwas neues zu schreiben. Meist ist wohl etwas untertrieben, da man ja das Ergebnis hier auf der Seite (oder auch nicht) sehen kann. Nun ist mitlerweile exakt ein Monat, und damit eine ganze Menge Ereignisse, ins Land gezogen.
Mein Deutschlandaufenthalt verlief angenehm insofern dass ich viele Leute (leider nicht jeden) wieder einmal zu Gesicht bekommen konnte, dadurch aber nicht wirklich zur Ruhe kam die ich mir so sehr gewünscht hatte. Aber der viele Spaß hat mich trotzdem hoch motiviert für das weitere Arbeiten im schönen Drôme. Dort angekommen ging es erst mal wieder stressig los und es verging wohl noch eine Woche bis ich letztendlich da bin wo ich heute bin. Und zwar in einer Art Zufriedenheit.
Ich erinnere mich nicht einmal mehr an alle Gruppen die in den letzten 30 Tagen zu Besuch waren. Die Zeit verstrich einfach zu schnell. Erinnerungen bleiben leider hauptsächlich an einem Ereignis hängen, welches nicht sonderlich erfreulich für mich/uns hier auf Les Chênes war. Und zwar handelt es sich hierbei um einen klassischen Diebstahl.. Tür auf, Sachen zusammen suchen, Tür zu. Diese Sachen waren in meinem Fall ein MP3 Player, eine Digitalkamera, eine Sonnenbrille, Pfeife und Tabak, und diverses Kleinzeug. Der Neupreis liegt wohl etwa beim doppelten, da ich einiges aber schon länger besaß schätze ich den Sachschaden auf gute 200-250 €. Für ein geringes Einkommen ist dies nicht gerade wenig. Jedoch habe ich bereits viel Unterstützung erhalten. Allein durch meine Familie und die Gruppe welche an diesem Wochenende dort war. Sie haben trotz dem dass es sie eigentlich weniger etwas angegangen ist für uns etwas zusammen gelegt, was wir zu entsprechenden Beträgen aufgeteilt haben. Es ist wirklich schön dass es so etwas gibt. Zum einen Gutmütigkeit der Gruppe und zum anderen die Liebe der eigenen Familie.
Mitlerweile habe ich mir um die laute Arbeit mit Staubsauger und Gartengeräten nicht mehr ganze ohne Musik machen zu müssen einen MP3 Player in Deutschland bestellt den ich wohl übermorgen in meinen Händen halten werde. Samt meinem „neuen“ Notebook welches nach gut 2 Monaten sich dazu entschied mich zu verlassen.. der Druck auf den Netzschalter bewirkte rein gar ncihts mehr. Daher wurde er zwangsläufig zur Reparatur eingeschickt als ich mich in Deutschland aufhielt. Er ist bereits seit gut zwei Wochen wieder daheim wird mich wohl aber auch erst übermorgen zu Gesicht bekommen.
Das ist nämlich ein weiteres erfreuliches Ereignis. Und zwar kommen diese Sachen nicht etwa mit der Post, sondern mit einem guten Freund aus Schultagen. Ein Klassenkamerad, nun, besser gesagt mein Klassenkamerad, da er mit mir die gesamte männliche Belegschaft unserer Klasse darstellte, wird für knapp eine Woche hier sein. David wird also übermorgen Nachmittag von mir in Valence abgeholt, und von dort an habe ich auch ersteinmal eine Woche Urlaub. Was wir neben Kanutour, Höhlenwanderung, Stastbummel und Poolsessions noch so machen werden weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall wird es eine schöne Zeit. Das ist sicher!
Apropos schöne Zeit. Diese hatten wir auch dieses Wochenende wieder. Nach einer anstrengenden Woche mit Arbeiten im Außenbereich des Hauses kam der lagn ersehnte Samstag an welchem der 40. Geburtstag vom Chef im größeren Stil mit der Familie (und uns) gefeiert wurde. Richtig, auch wir waren eingeladen. Daher kein Abwasch, kein kochen, kein putzen, keine Arbeit. Los ging es Mittags mit dem Apperitiv. Dieser ist hier in Frankreich schon eine Sache für sich. Und zwar eine ganz nette. Neben Wein und Fruchtsaft gab es kleine Blätterteighappen, Oliven, frisches Gemüse und leckere Wurst. Unglaublich aber wahr konnte man auch danach noch weiter essen, und zwar einige Spezialitäten aus Ardeche, dort wo auch Chef groß geworden ist. Anschließend saß man zum Gespräch zu Kartenspielen und weiter zum Essen und Trinken zusammen und hat einfach nur das unglaubliche Wetter gewonnen. Auch ein paar kleine Spiele wurden veranstaltet. Auf Grund eines Spiels an dem ich mehr oder weniger freiwillig teilgenommen habe „darf“ ich James jetzt noch ein Werkzeug oder Baumaterial nachträglich zum Geburtstag schenken. Es war eine Art Reise nach Jerusalem, nur dass in jeder Runde gewisse Gegenstände geholt werden mussten. Ein jeder Verlierer zog anschließend einen Umschlag und verkündete seinen „Gewinn“. Meiner passt ziemlich gut. Soviele Werkzeuge wie ich hier zerlege bin ich ihm soetwas mehr als schuldig.
Was man aber auf jeden Fall sagen kann ist, dass James eine wirklich tolle Familie hat.
Nun liegt wohl nurnoch ein bisschen mehr als ein Monat vor mir. Und ich bin mir sicher dass es eine sehr schöne Zeit wird.
Zukunftsplanung ist nun die Chemie, falls ich das noch nicht erwähnt habe. Ein Studium in Marburg oder Heidelberg wird wohl auf mich zukommen. Zumindest für die nächsten drei Jahre. Danach werde ich einmal sehen wo ich den Master und darauf den Doktor machen werde. Aber die Zukunft wäre ja langweilig wenn man sie heute schon wüsste.
Von daher kann man auch hier gespannt auf den nächsten Post warten. Welcher auf jeden Fall nicht einen Monat auf sich warten lassen muss. Verprochen.